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Ganztagsentwicklung in Karlsruhe: unsere Forderungen

uns erreichen zur Entwicklung der Ganztagsschule viele Eltern, deren Wünsche und Bedenken wir Ihnen mit diesem Schreiben zur Kenntnis geben wollen.

Pädagogische Qualität der Ganztagsschule im Grundschulbereich: In den Konzepten einiger Schulen vermissen wir die „echte“ Rhythmisierung: Die zeitliche Strukturierung ist ein Kernelement eines guten Ganztagskonzeptes, und wenn der Unterricht auf den Vormittag beschränkt bleibt, ist von einer Rhythmisierung nicht mehr zu reden. Dazu werden aber die Schulen gezwungen, die sogenannte Mischklassen anbieten. Deshalb ist unsere große Sorge, dass sich die Vorteile der Ganztagsschule durch die organisatorischen Randbedingungen nicht werden durchsetzen können. Wir plädieren deshalb dafür, ausschließlich entsprechende Züge zuzulassen, die entweder Ganztag oder reinen Vormittagsunterricht enthalten. Forderung 1: Keine Mischklassen aus Ganztages-/ Halbtageskindern.

 

Räumliche/personelle Bedingungen: Für einen rhythmisierten Unterricht braucht es ausreichende Räume, um auch in Kleingruppen zu lernen. Dazu können teilweise auch Flure und Vorbereitungsräume genutzt werden, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Auch die personellen Bedingungen müssen dem Bedarf gerecht werden.

An der Rahmenkonzeption für Ganztagsschulen, die u.a. den Raumbedarf angibt, haben wir mitwirken können. Wir hoffen, dass dieser Vorlage baldmöglichst vom Gemeinderat zugestimmt wird und bitten schon jetzt alle Fraktionen, die notwendigen Ressourcen für gute Ganztagsschulen zur Verfügung zu stellen. Forderung 2: Umsetzung der Rahmenkonzeption für Ganztagesbetreuung

 

Versorgung/ Verpflegung: Bei der Mittagsverpflegung gibt es sehr viel Unsicherheit bei den Eltern. Eine qualitativ gute Verpflegung mit möglichst frischen, regionalen Produkten etc., die die Leistungsfähigkeit der Kinder über den Ganztag gewährleistet und das Familien-Mittagessen ersetzen muss, ist der Wunsch vieler Eltern. Die Schulen sollten dabei unterstützt werden, hier gute Konzepte zu entwickeln, zumal hier auch pädagogische Konzepte gefragt sind (Tischsitten etc.). Beim Bau von Mensen ist dabei zu berücksichtigen, dass eine reine „Ausgabeküche“ keine Optionen enthält, hier auch andere Versorgungsqualitäten entwickeln zu können. Um mit den Kindern auch über das Essen kommunizieren zu können, und die mit den „Lebens“mitteln verbundenen Werte vermitteln zu können, ist es eine Notwendigkeit, dass vor Ort frisch gekocht wird. Das dies auch zu vertretbaren Preisen gelingen kann, dafür gibt es gute Beispiele, auch in Karlsruhe. Der politische Wille für eine gute Verpflegung in Schulen beweist sich deshalb bereits bei der Planung von Mensen, die zumindest die Optionen für solche Konzepte haben. Forderung 3: Mensen planen mit Möglichkeit der Zubereitung von Essen

 

Mitwirkung der Eltern bei Erstellung des Schulentwicklungskonzeptes: Um Akzeptanz für die Veränderung der Lernkultur im Zuge der Rhythmisierung im Kollegium, bei Schülerinnen und Schülern, schließlich auch bei den Eltern zu erreichen, bedarf es guter Kommunikation. Die Elternmitwirkung bei der Entwicklung von Ganztagskonzepten kann nicht darin bestehen, dass das bereits fertig erstellte Konzept nur kurz in der Schulkonferenz vorgestellt wird, in der darüber abzustimmen ist. Eine frühzeitige Einbindung der Eltern ist für uns unverzichtbar. Forderung 4: Schriftliche Stellungnahme des Elternbeirats zur Mitwirkung bei Konzepterstellung muss bei Beantragung vorliegen.

Zum Gelingen von Ganztagsschulen in Karlsruhe ist die Umsetzung unserer Forderungen nach unserer Einschätzung dringend erforderlich. Gern stehen wir für Rückfragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Veronika Pepper

Für den Vorstand des GEB Karlsruhe


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